Eine der Grundsätze Manueller Therapie nach dem Maitland-Konzept ist die gezielt eingesetzte Mobilisation von Gelenken und neuralen Strukturen. Sie werden sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden in der jeweils adäquaten Form angewendet.
Ist Schmerz im Gelenk der dominierende und bewegungslimitierende Faktor, besteht die Behandlung aus feinen, langsamen Zusatzbewegungen mit kleiner Amplitude, die ohne Schmerz und ohne jegliche Dehnung von Weichteilen am Beginn des Bewegungsweges ausgeführt werden (Grad I).
Steht Steifheit/Bewegungseinschränkung im Vordergrund, wird das Gelenk sowohl mit Zusatz- als auch mit physiologischen Bewegungen, die Gelenkstrukturen unter Zug/Druck (Grad III/IV) behandelt. Die schmerzreaktionen des Patienten werden bei der Dosierung berücksichtigt.
Um sicher zu sein, dass eine gewählte Technik den gewünschten Effekt auf das Verhalten von Schmerz und Steifigkeit hat, folgt nach jederer Applikation eine Wiederholung der Testbewegung. Dieses Vorgehen ermöglicht eine permanente Anpassung der Behandlungstechniken an Veränderungen hinsichtlich des Gelenkproblems.
Je nach klinischem Bild werden Automobilisationen, allgemeine Haltungsschulung und Ratschläge für Gestaltung des Artbeitsplatzes in das Management des Patienten integriert.
Durch spezifische manuelle Mobilisation der Schädelknochen, des faszialen Skeletts und der Mandibula können, unter Einbeziehung der Neurodynamik, chronische, craniofasziale Dysfunktionen beeinflusst und reduziert werden.
Spezifische klinische Muster sind z.B.: Kopfschmerz, Migräne, Tinitus, Trigeminusneuralgien, posttraumatische Kopf- und Gesichtsschmerzen, Sinusitis, Mittelohrentzündungen, Kieferschmerzen, Zähne-Knirschen.
Bei Kindern: chronischer Ohrenschmerz, myogenem Tortcollis, Kopfgelenk-Induzierten-Symetrie-Störungen, Konzentrations- und Wachstumsstörungen.
Diese Therapie ist bei Zahnärzten, Kieferorthopäden bzw. Kieferchirurgen und Neurologen anerkannt.
Craniosacral-Therapie
BESCHREIBUNG
Die Craniosacral-Therapie wurde Anfang des letzten Jahrhunderts von Dr. Sutherland, einem amerikanischen Osteopathen, entwickelt. Das Craniosacrale System umfasst äusserlich Schädel (Cranium), die Wirbelsäule und das Kreuzbein (Sacrum), daher der Name Cranio-Sacral. Innerlich umfasst das CS-System die Hüllen unseres Zentralnervensystems und die rhythmisch flukturierende Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (liquor cerebraspinalis).
Mit der sanften Craniosacral-Behandlung am Bindegewebe, an den Schädelknochen und am Pulssystem der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit werden Selbstheilungskräfte angeregt und die natürliche Regeneration gefördert.
Z.B. bei: Asthma, Atembeschwerden, Hörstörungen, Bluthochdruck, Migräne, motorische und sensorische Störungen, Schlafstörungen.
Medizinische Trainingstherapie
BESCHREIBUNG
-- Beschreibung folgt in Kürze --
Bobath-Therapie für Erwachsene und Kinder
BESCHREIBUNG
Das Bobath -Konzept
Die Begründer des Bobath-Konzepts:
Dr.h.c. Berta Bobath (1907 - 1991) und Dr.med. Karel Bobath (1906-1991)
Das Bobath-Konzept entwickelte sich aus der Zusammenarbeit der Krankengymnastin Berta Bobath mit ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karel Bobath. Er lieferte den theoretisch-wissenschaftlichen Hintergrund zu den praktischen Beobachtungen und Erfahrungen seiner Frau.
Berta Bobath stellte in den 40`er Jahren fest, dass sie schwer spastischen und bewegungsgestörten Menschen helfen konnte, ihren Muskeltonus zu normalisieren und sich leichter zu bewegen. Dies war etwas Neues, denn das Wissen, dass Kontrolle und Minderung von Spastizität vom Patienten gelernt werden kann, war damals noch nicht verbreitet.
Es ist das Lebenswerk der Bobaths, dass sie für Kinder und Erwachsene mit Bewegungsstörungen, die aus Schäden des Zentralen Nervensystems entstanden sind, wirksame therapeutuische Konzepte erarbeitet haben. Das Bobath-Konzept gilt heute als eines der bestanerkannten Behandlungskonzepte auf neurophysiologischer Grundlage bei zentralen Bewegungsstörungen.
Bobath-Therapeut/Therapeutin darf sich nur nennen, wer eine anerkannte Spezialausbildung in dieser Methode absolviert hat.
Das Bobath-Konzept bei Kindern
Kinder jeden Alters mit folgenden neurologischen Störungen können nach dem Bobath-Konzept behandelt werden:
veschiedene Erscheinungsformen der cerebralen Bewegungsstörungen
Die Behandlung des Kindes orientiert sich an zwei wesentlichen Prinzipien des Bobath-Konzeptes:
Die neurophysiologische Grundlage: Aus der Kenntnis der normalen sensomotorischen Entwicklung und ihrer Störungsmöglichkeiten werden Lernfähigkeiten und -schwierigkeiten bei Kindern analysiert und neue motorische Schritte und sensomotorische Funktionen möglich gemacht.
Die ganzheitliche Sichtweise: Das Kind mit seiner zentralen Bewegungsstörung kann nur in seiner Gesamtentwicklung bzw. in seiner Entwicklung zum sozialen Umfeld gesehen werden. Daher gehört zur Therapie der Dialog aller Beteidigten und in die interdisziplinare Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Erziehern. Die Arbeit mit dem Kind ist immer handlungsorientiert und schließt eine Anleitung der Eltern für die Aktivitäten des Alltagslebens mit ein.
Das Bobath-Konzept bei Erwachsenen
Das Bobath-Konzept für Erwachsene hat sich entwickelt aus der Erforschung des Schlaganfalls und seiner Rehabilitation.
Die Folgen eines Schlaganfalls sind komplex. Infolge von Lähmungen kann sich der Betroffene nicht mehr normal bewegen. Gefühls- und Wahrnehmungsstörungen können auftreten. Es können einzelne Funktionen wie das Sprechen gestört sein, die ganze Hirnleistung an sich kann vermindert sein.
Hier bedarf es besonderer therapeutischer Kenntnisse und Erfahrungen, um dem Betroffenen zu helfen, schrittweise die Funktionen wiederzuerlangen, die ein normales Leben bedeuten.
Das Bobath-Konzept basiert auf einem fundierten Wissen um die Neurophysiologie normaler Bewegung und ihrer Störungen neurologischer Art. Aus langer Erfahrung in der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten sind praktische Konzepte entstanden, die vielen Betroffenen geholfen haben, den Weg in das normale Leben zurückzufinden.
Neben der Therapie des Schlaganfalls findet das Bobath-Konzept Anwendung bei:
Multibler Sklerose
M. Parkinson
Neuropathien
Muskeldystonie, Muskeldystrophie
Es kann überall dort eingesetzt werden, wo der Muskeltonus gestört ist.
Vojta-Therapie für Erwachsene und Kinder
BESCHREIBUNG
Das Behandlungsprinzip nach Vojta
Das Vojta-Prinzip
Das Diagnostik- und Behandlungsprinzip nach Vojta wurde von dem gleichnamigen Kinder- und Erwachsenen-Neurologen in den 50`er Jahren entwickelt. Prof.Dr.med. Václav Vojta beobachtete viele Jahre lang Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen, bei denen er durch bestimmte Manipulationen gesetzmäßige und automatische Muskelfunktionen sowie vegetative Reaktionen auslöste, die auf eine reizbedingteAnregung des zentralen Nervensystems hinwiesen.
Die Therapie
Aus genau festgelegten Ausgangslagen werden Ganzkörpermuster für Fortbewegung (Idealmotorik) ausgelöst. Die Grundlage hierfür ist das „Reflexkriechen" und das „Reflexumdrehen". Man benutzt dazu Reizgriffe (Druckpunkte) an bestimmten Zonen des Rumpfes und der Extremitäten. Stärke, Dauer und Richtung des Druckes sind maßgebend für eine koordinierte, reflexmäßige Antwort der Muskulatur des gesamten Körpers.
Nur durch häufige Wiederholung dieser Reize, so die Auffassung von Dr. Vojta, wird das Zentralnervensystem in ausreichendem Maße stimuliert und eine sensomotorische Entwicklung möglich gemacht. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, dass Eltern bzw. Angehörige angeleitet werden und die Therapie regelmäßig und mehrmals täglich zu Hause durchführen.
Bei Säuglingen sollte die Behandlung frühzeitig beginnen, möglichst im 1. Vierteljahr. Bewegungsstörungen und orthopädische Fehlhaltungen haben sich dann noch nicht verfestigt und können günstig beeinflußt werden.
Die Wirkung
Physiologische Einstellung von Wirbelsäule und Kopf
Zentrierung aller Gelenke bes. der Schlüsselgelenke
Muskelfunktionsdifferenzierung
Entfaltung des Thorax
Koordination der Atemmuskulatur
Beeinflussung des Vegetativums
Koordination des orofacialen Bereiches
Verbesserung der Mundmotorik
Koordination von Kau- und Schluckbewegungen
Sprachanbahnung
Verbesserung der Augenbewegung (z.B. Nystagmus, Stabismus)
Die Anwendungsgebiete für alle Altersgruppen
Cerebrale Bewegungsstörungen
Spastischer Schiefhals
Periphere Paresen
Spina bifida
Querschnittslähmungen
Multible Sklerose
Schlaganfall
Hypertonie/Hypotonie
Haltungsschwäche
Skoliosen
Muskulärer Schiefhals
Hüftdysplasie
Arthrosen
Regulation des Blutdruckes
Atemfunktionsstörungen
Manuelle Lymphdrainage
BESCHREIBUNG
Unter manueller Lymphdrainage versteht man manuelles Abtrainieren der Gewebsflüssigkeit über Gewebespalten bzw. Lymphgefässe. Das Prinzip beruht auf einer bestimmten Grifftechnik mit fein dosiertem Druck nach einer dem entsprechenden Krankheitsbild festgelegten Reihenfolge.
Mit dieser Therapie können Lymphödeme, traumatische Ödeme und rheumatische Ödeme behandelt werden.
Eine große Bedeutung hat die Manuelle Lymphdrainage auch bei der Nachbehandlung operativer Eingriffe.
Seit Mitte der siebziger Jahre arbeitet Dr. Castillo Morales als Rehabilitationsarzt im Norden Argentiniens. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte lag in der Betreuung der indianischen Bevölkerung, deren Einfluss auf seine Tätigkeit von großer Bedeutung war und ist.
So sind Elemente wie Ruh, Sinneseinflüsse, Berücksichtigen der Umgebung, um nur einige zu nennen, wichtige Bestandteile seiner Behandlungsansätze. In vielen Jahren der ärztlichen Begleitung, vor allem von Kindern mit Morbus Down und deren Familien, konzipierte Castllo Morales die Neuromotorische Entwicklungstherapie für Säuglinge und Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr, sowie die Orofaciale Regulationstherapie zur Behandlung von Störungen im Gesichts- und Mundbereich.
I. Orofaciale Regulationstherapie
Die orofaciale Regulationstherapie ist eine spezielles, auf die Mund- und Gesichtsmuskulatur abgestimmtes Übungsprogramm.
Mit Hilfe bestimmter manueller Techniken und unter Berücksichtigung einer korrekten Körper- und Kopfhaltung werden pathologische Bewegungsmuster gehemmt und koordnierte Bewegungsabläufe der Mundorgane gebahnt.
Indikationen:
Hypotonie
Ataxie
Spastik
Periphere Paresen
Myopathien u.a.
Typische Störungen des Mund- und Gesichtsbereiches:
Offene Mundhaltung
Zungenvorfall
Speichelfluss
Kau- und Schluckprobleme
Sprechmotorische Störungen
Mimische Auffälligkeiten u. a.
II. Neuromotorische Entwicklungstherapie
Die neuromotorische Entwicklungstherapie ist ein besonders für Säuglinge und Kleinkinder mit Down-Syndrom entwickelter ganzheitlicher Förderansatz. Es werden die natürlichen sensomotorischen Entwicklungsschritte (z.B. Drehen, Stützen, Krabbeln etc.) angebahnt und eingeübt.
In vorgegebenen Ausgangsstellungen werden bestimmte motorische Punkte bzw. Zonen Stimuliert. Dadurch werden physiologische Reaktionen bzw. Bewegungsantworten hervorgerufen, die nach regelmäßiger Therapie vom Kind gelernt und übernommen werden.
Weitere Indikationen:
Hypotonie - Syndrome
Muskelerkrankungen
Bestimmte centrale Bewegungsstörungen
Periphere Paresen
Meningomyelozelen
Nichtsehende Kinder
Medical Tape Concept
BESCHREIBUNG
Die Basis vom Medical Taping Concept wurde in den siebziger Jahren in Japan und Korea gelegt. Seit 1999 wuchs die Anzahl der Ärzte und Physiotherapeuten, die sich diese Methode zu eigen gemacht haben. Es entstanden neue Behandlungsmethoden, wie „Medical-Taping", „Lymph-Taping", „Meridian-Taping" und „Cross-Taping", die im Medical-Taping-Concept zusammengefasst sind.
Das Medical-Taping-Concept nimmt Einfuss auf das neurologische und zirkulatorische System des Körpers, auf Sehnen, Muskeln, Gelenke, Organe und regt körpereigene Selbstheilungsprozesse an.
Effekte:
Verbesserung der Muskelfunktion durch Tonusregulierung
Anregung von Blutkreislauf und des lymphatischen Abflusses
Schmerzlinderung
Unterstützung der Gelenkfunktion sowie Verbesserung der Stabilität mittels Korrektur der Bewegungsrichtung
Neuro-reflektierende Beeinflussung
Die antiallergischen, ventilierenden und hautfreundlichen Eigenschaften des Tapes sorgen dafür, dass dieses über einen längeren Zeitraum hinweg getragen werden kann. So ist eine 24-Stunden Behandlung möglich, mit der therapeutisch auf das aktuelle Problem Einfluß genommen werden kann.
Beckenbodentraining nach Benita Cantienica ®
BESCHREIBUNG
-- Beschreibung folgt in Kürze --
Feldenkrais-Methode ®
BESCHREIBUNG
Die Feldenkrais-Methode® wurde von dem israelischen Physiker und Verhaltensforscher Dr. Moshé Feldenkrais entwickelt.
Sie schult über Bewegungserfahrung - genaues Wahrnehmen und bewusste Analyse der eigenen Bewegungsmuster - die Körperwahrnehmung; in der Einzelbehandlung (Funktionale Integration) durch manuelle Intervention, in der Gruppe (Bewußtheit durch Bewegung) durch verbale Anleitung.
Durch sensomotorisches Lernen wird der psychophysische Entwicklungsprozess bei Patienten mit orthopädischen, neurologischen und insbesondere mit psychosomatischen Störungen und chronischen Schmerzsyndromen unterstützt und begleitet.
Durch die Anwendung des Feldenkrais-Konzepts können sämtliche Bewegungsabläufe, die man im Alltag benötigt, optimiert werden. Darüber hinaus werden Geist und der Körper gleichzeitig angeregt und beweglich gemacht.
Pilates-Training
BESCHREIBUNG
"Die Pilates-Methode ist ein systematisches Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur. Es gibt Übungen mit und ohne Geräte. Erfunden hat sie der in Mönchengladbach geborene Joseph Hubert Pilates. Er nannte seine Methode zunächst Contrology, da es bei Pilates darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu kontrollieren."
(Quelle: Wikipedia)
Fußreflexzonen-Massage
BESCHREIBUNG
-- Beschreibung folgt in Kürze --
Psychomotorik
BESCHREIBUNG
-- Beschreibung folgt in Kürze --
Trigger-Punkt-Therapie
BESCHREIBUNG
-- Beschreibung folgt in Kürze --
Dreidimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber®
BESCHREIBUNG
Säuglinge haben andere Bewegungsmuster als Erwachsene. Die Physiotherapeutin Barbara Zukunft-Huber hat, nach eingehender Beschätigung mit der funktionellen Entwicklung des Säuglingfußes, eine kindgerechte Therapie erarbeitet, die sie seit vielen Jahren sehr erfolgreich einsetzt.
Die dreidimensionale, manuelle Fußtherapie wird speziell bei Kindern u. Säuglingen mit Fußdeformitäten wie Klump-, Hacken-, Sichel- und Knick-Senk-Fuß angewandt.
Diese Therapie setzt sich speziellen Mobilisationsgriffen und dem anschließenden Fixieren mit einer dehnenden Fußbandage zusammen.
Hausbesuche
BESCHREIBUNG
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